Mein Job als Bürohund.

Schon früh musste ich lernen, wie man sich als Bürohund zu verhalten hat. Meine Herrchen waren beide berufstätig und ich bin an diesen Tagen bei meiner Ersatz-Oma Gertrud, die Mama von Thomas, geblieben. Bis zum Frühjahr 2005 ging auch alles so weiter. Doch dann hat das Schicksal in unserem Rudel zugeschlagen. Gertrud ist plötzlich gestorben und was sollte nun aus mir werden. Den ganzen Tag allein zuhause bleiben wollte ich nicht. Also hat Simone bei ihrem Chef nachgefragt und die Erlaubnis erhalten, das ich mit ihr zusammen einen Bürojob in Attendorn und Heggen ausführe. Sie war für den Schreibkram und das Telefon zuständig und ich habe mich um ihren Chef und dessen Familie gekümmert. Das heißt, direkt am Morgen in die Wohnung vom Chef gehen und die Familie begrüßen. Beim Frühstück für Unterhaltung sorgen, Pfötchen geben und schauen, ob nicht ein Stück Fleischwurst für mich abfällt. Anschließend durch die anderen Büro´s, auch dort die Mitarbeiter besuchen und für gute Laune sorgen. lucy 04

Ich war zu dieser Zeit auch nicht der einzige Bürohund. Es gab da auch noch Lucky, einen Bordercollie-Rüde, der in Attendorn wohnt. Wir haben auch das ein oder andere mal zusammen gespielt und die Büros auf links gedreht. Ich kann nur sagen, das wir dort eine tolle Zeit hatten.

Nachdem im Sommer 2006 ein neues Rudelmitglied, Cathi, hinzu gekommen ist, hatte mein Frauchen wieder den ganzen Tag Zeit für mich und wir sind nicht mehr ins Büro gefahren sondern bei Cathi geblieben. Wenn ich überlege, das ich mit 4 Wochen schon gut laufen und von Anfang an selber essen konnte, sind die Welpen der Menschen sehr lange auf Unterstützung angewiesen. Sie können nicht laufen, essen oder mit anderen Menschen-Welpen spielen. Und das dauert viele Monate. Aber irgendwann werden die Kinder, so heißen die Welpen bei den Menschen, auch etwas selbständiger und werden in eine eigene Vorschule, den Kindergarten, gebracht. Somit konnte ich meine Arbeit als Bürohund wieder aufnehmen. Allerdings mit einer Änderung: Ich wurde der Bürohund bei meinem Herrchen und war dann in Saalhausen tätig. Der Chef von Thomas ist auch ein Hundefreund und brachte das ein oder andere mal seinen Labradorrüden Argon mit. Wir haben uns soweit auch ganz gut verstanden, allerdings mochte ich nicht das er in unser Büro gekommen ist. Aber da reichte es meist auch schon, wenn ich kurz geknurrt habe und da hat Argon schon den geordneten Rückzug angetreten.

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